Pauline Viardot Datenbank

Christin Heitmann
Pauline Viardot. Systematisch-bibliographisches Werkverzeichnis (VWV)

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Inhalt
Ziel und Aufbau des VWV
Werkordnung
VWV-Nummern
Zur Verwendung von Geburts-, Ehe- und Doppelnamen
Systematische Suche
Freie Suche
Werke ohne Titel, Alternativtitel, Teile von Werken, Querverweise
Aufbau eines Werkeintrags
Informationen zu den Textzeugen
Gedruckte Liedsammlungen
Textnachweise
Aufbau der Register
Notenincipits
Dank

 Pauline Viardot als Komponistin

Ziel und Aufbau des VWV

Das VWV wendet sich an MusikwissenschaftlerInnen ebenso wie an MusikerInnen und andere Interessierte. Es erfasst das umfangreiche kompositorische und editorische Œuvre Pauline Viardots und erschließt soweit möglich die handschriftlichen und gedruckten Quellen in Form einer Online-Datenbank. Dieses Recherche-Instrument erlaubt es jeder/m NutzerIn, die Werke Pauline Viardots nach Kategorien (verschiedene Werkgruppen wie Vokalmusik oder Instrumtentalmusik, Bearbeitungen fremder Werke, Editionen, sowie verschiedene Besetzungen) oder nach TextautorInnen selbst zu ordnen, oder direkt nach Titeln oder Textanfängen zu suchen. Durch diesen Aufbau ist es möglich, sich einen schnellen Überblick über die verschiedenen Werkgruppen, Besetzungen und Arbeitsbereiche im Werk Pauline Viardots sowie über die verwendeten Texte und ihre AutorInnen zu verschaffen.
Detaillierte Informationen zu den einzelnen Werken lassen sich über die Werktitel und Textanfänge auffinden, so z. B. Angaben zu verschiedenen Werkfassungen, zu Tonarten, Taktarten, Besetzungen, zu den Originalkompositionen von Viardots Bearbeitungen und Editionen, zu Texten von Vokalkompositionen und szenischen Werken, ggf. zu deren Übersetzungen und zu WidmungsträgerInnen der Werke.
Ausführliche Hinweise zu den verschiedenen Suchmöglichkeiten finden Sie auf dieser Seite unter Systematische Suche und unter Freie Suche.

Werkordnung

Für eine chronologische Werkordnung gibt es derzeit keine gesicherte Basis, da für den größten Teil der Kompositionen die Entstehungszeit nicht oder nur vage zu ermitteln ist: Pauline Viardots Autographe tragen sehr selten ein Datum, oder sie sind nur mit Tag und Monat, aber ohne Jahr datiert. Albumblätter und Widmungsexemplare sind häufiger original datiert, doch lassen diese Daten nur bedingt Rückschlüsse auf die Entstehungszeit einer Komposition zu. Neben den Textzeugen der Werke wurden vor allem auch Briefe zur Werkdatierung herangezogen, doch auch dies erbrachte bisher keine geschlossene Chronologie der Entstehungszeiten.
Um einiges leichter ist die Datierung der gedruckten Ausgaben, über 90% der herangezogenen gedruckten Textzeugen konnten zuverlässig datiert werden. Doch lässt sich dadurch lediglich der Terminus ante quem sicher bestimmen, nicht aber, wie lange die eigentliche Werk-Entstehung zum Zeitpunkt des Drucks zurückliegt. Die frühesten belegten Entstehungsdaten fallen ausnahmslos in das Jahr 1838, so dass Druckdatierungen bis ca. 1845 als Terminus ante quem herangezogen werden können, ohne dass der Zeitraum zwischen Druck und vermuteter Entstehung zu lang und damit beliebig wird. In den wenigen Fällen der späteren Jahre, in denen sich sowohl Entstehung als auch Erstdruck datieren lassen, zeigt sich, dass die Drucke oft ziemlich zeitnah zur Entstehung erschienen sind. Doch gibt es ebenso Beispiele dafür, dass große Zeitspannen zwischen Entstehung und Druck liegen können, wie etwa bei Pauline Viardots Bearbeitungen von Chopin-Mazurken (VWV 4020-4031), die zumindest zum Teil bereits in den 1840er Jahren entstanden sind, doch erst in den 1860er Jahren gedruckt wurden.
Eine Vermischung von Entstehungs- und Druckdatierungen ergibt ohnehin keine seriöse Grundlage für eine chronologische Werkordnung, zumal etwa 40% der eigenen Werke und Bearbeitungen ungedruckt blieben und nur in nicht datierten Manuskripten überliefert sind. Wenn sich also wie im Fall Pauline Viardots nur etwa 50% der Entstehungsdaten ermitteln lassen, stellt jeder Versuch, auch nur eine relative Chronologie zu erstellen, eine unzulässige Verzerrung des tatsächlichen Befundes dar.
Im VWV wird daher auf ein chronologisches Register verzichtet. In den Werkeinträgen findet sich vorerst nur die Rubrik "Chronologische Einordnung"; wenn möglich wird dort die exakte Entstehungszeit angegeben, ansonsten ein Zeitraum oder der Terminus ante quem (taq) bzw. Terminus post quem (tpq). Die Angaben werden im Kommentar ausführlich begründet. Wenn keine Angaben zur Datierung möglich sind, wird die Rubrik nicht angezeigt. Möglicherweise tritt mit der weiteren Erschließung und Auswertung neu aufgefundener Textzeugen sowie weiterer Sekundärquellen nach und nach zumindest eine relative Chronologie hervor, auch lassen sich zum Teil Gruppen bilden, da Pauline Viardot sich häufig phasenweise der Vertonung von Gedichten einer/s Autorin/s (z. B. Mörike-Gedichte, um 1865) oder Texten aus bestimmten Sammlungen (z. B. die Canti popolari toscani, wohl um 1878-1880 oder die Chansons du XVe siècle, um 1885) widmete, von denen einzelne Stücke datiert sind. Die Forschungsergebnisse werden weiterhin im VWV aktualisiert.

VWV-Nummern

Im Œuvre Pauline Viardots gibt es keine eigenhändige oder zeitgenössische Opuszählung. Daher wurden im VWV Werknummern vergeben, die die Identifizierbarkeit jedes Werkes gewährleisten. Dabei wurden die Werke nicht in einer bestimmten Reihenfolge durchnummeriert, sondern die Nummerierung folgt der systematischen Anlage des Werkverzeichnisses. Die erste Ziffer der grundsätzlich vierstelligen VWV-Nummern zeigt die Zugehörigkeit zu einer übergeordneten Werkgruppe an:
1: alle Vokalgattungen einschließlich der Gesangsschule Une heure d'étude (1001-1217)
2: alle szenischen Werke (2001-2010)
3: alle Instrumentalgattungen (3001-3018)
4: alle Bearbeitungen fremder Kompositionen und Liedbearbeitungen (4001-4043)
5: alle Skizzen/Fragmente (5001-5015)
6: alle Editionen fremder Werke (6001-6075 für École classique du chant, 6101-6150 für 50 Mélodies de Franz Schubert, 6201-6257 für Échos d'Italie)
7: alle zweifelhaften/falschen Zuschreibungen (7001-7012)
Datensätze, die keine VWV-Nummer haben, enthalten Querverweise auf vollständige Werkeinträge (mehr dazu siehe unter Werke ohne Titel, Alternativtitel, Teile von Werken, Querverweise).
Innerhalb größerer Gruppen wie der Vokalgattungen ist die Nummerierung wiederum nach den Untergruppen geordnet (z. B. VWV-Nrn. 1016-1213 umfassen innerhalb der Vokalgattungen die Werkgruppe Vokalmusik/Lieder). In der Werkgruppe Editionen orientiert sich die Nummerierung an den in den gedruckten Ausgaben vorgegebene Reihenfolge der Einzeltitel.
Mehr zum Œuvre Pauline Viardots und zu den verschiedenen Werkgruppen erfahren Sie auf einer gesonderten Seite: Pauline Viardot als Komponistin.

Zur Verwendung von Geburts-, Ehe- und Doppelnamen

In den einführenden Texten und Rubriken des VWV wird Pauline Viardot als standardisierter Name der Komponistin verwendet, der Ehename, den sie nach der Heirat mit Louis Viardot im April 1840 überwiegend führte. Die Ausnahme bilden Fließtexte im Kontext der Zeit vor 1840: Hier findet der Geburtsname Pauline Garcia Verwendung.
Dies widerspricht der Namensansetzung in der Gemeinsamen Normdatei GND, die den Doppelnamen Pauline Viardot-García als Standard ansetzt. Die Entscheidung für den einfachen Ehenamen im VWV stützt sich auf die Quellenlage, die darauf hindeutet, dass Pauline Viardot selbst den einfachen Ehenamen bevorzugte und sich durch diesen repräsentiert sah: Pauline Viardot sorgte in der Regel selbst für die Veröffentlichungen ihrer Werke, wie zahlreiche Dokumente aus Verlagskorrespondenzen belegen. Die meisten der gedruckten Ausgaben ihrer Werke sind unter dem Namen Pauline Viardot erschienen. Nur etwa 20% der nach 1840 erschienenen Ausgaben tragen den Doppelnamen Pauline Viardot-Garcia (vereinzelt auch Viardot Garcia, nie: ...García), ohne dass Kriterien für die Wahl des Namens erkennbar wären. Zwar erschienen die ersten Drucke nach der Heirat bis zum Jahr 1845 unter dem Namen Pauline Viardot-Garcia (so z. B. das erste Liederalbum von 1843), in den Drucken ab 1847 überwog dann zunächst der einfache Ehename (z. B. im zweiten Liederalbum von 1849). Doch gibt es ab den 1860er Jahren keine Regel mehr.
Die Verwendung des Ehe- oder des Doppelnamens lässt sich ab diesem Zeitpunkt weder zeitlich eingrenzen noch mit der Art der Ausgabe in Verbindung bringen. Sowohl manche größere Liedsammlungen und Editionen als auch Ausgaben einzelner Lieder tragen mal den Ehenamen, mal den Doppelnamen. Sowohl deutsche als auch französische Ausgaben verwenden mal den Ehe-, mal den Doppelnamen. Nur die russischen Ausgaben, die mehrheitlich bei dem St. Petersburger Verlag A. Iogansen (Johansen) erschienen sind, tragen fast immer den Doppelnamen. Ihr Erscheinen kam in der Regel auf die Initiative und Vermittlung Ivan Turgenevs zustande.
Handschriftlich verwendete Pauline Viardot seit ihrer Heirat konsequent den einfachen Ehenamen. Unter den rund 230 für die Datenbank erfassten Autographen und Teilautographen Pauline Viardots ist nur eines mit dem Doppelnamen signiert: eine Reinschrift der Mélodie L'Ombre et le jour VWV 1035 aus dem Jahr 1843, die in diesem Jahr auch, zusammen mit sieben weiteren Liedern, in ihrem ersten Lieder-Album im Druck erschien, ebenfalls mit dem Doppelnamen. Briefe unterschrieb Pauline Viardot nach der Heirat ausschließlich mit dem einfachen Ehenamen, ebenso wie gedruckte Visitenkarten, auf denen sie kurze Mitteilungen notierte, auf "Madame Pauline Viardot" lauten.
Da die Vermutung nahe liegt, dass der Doppelname eher die Sängerin Pauline Viardot repräsentiert, als die sie wesentlich bekannter war und ist, sei eine Beobachtung aus der zeitgenössischen Fachpresse ergänzt: Exemplarisch wurde die Revue et Gazette musicale de Paris (RGM) durchgesehen, die sehr regelmäßig und engmaschig über Pauline Viardots Karriere als Sängerin berichtet. Parallel zu den Liederausgaben der 1840er Jahre vollzieht sich auch in der RGM in diesem Zeitraum ein Wechsel vom Doppel- zum Ehenamen: In den Jahrgängen seit der Heirat bis 1848 finden sowohl der Ehe- als auch der Doppelname Verwendung, im Jahr 1847 z. B. sehr viel häufiger der Doppelname. Im Jahrgang 1848 gibt es jedoch einen Umbruch: Bis zum Monat März wird fast ausschließlich der Doppelname verwendet, ab dem Monat März sehr viel häufiger der einfache Ehename. Der Jahrgang 1849, mit fast 200 Fundstellen zugleich der Jahrgang mit den häufigsten Nennungen Pauline Viardots, ist der erste Jahrgang, der wie die folgenden zu 99% nur noch den einfachen Ehenamen verwendet.
Im VWV geht aus den Informationen zu den Textzeugen hervor, welche Handschriften mit welchem Namen signiert und welche Drucke unter welchem Namen erschienen sind; der originale Wortlaut von Titeln, Widmungen und Signierungen wird hier jeweils exakt wiedergegeben.

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Systematische Suche

Im Sucheinstieg Werke haben Sie die Möglichkeit, einzelne Werke entweder über die Klassifizierungen nach Werkgruppen und Besetzungen, über TextautorInnen oder direkt über den Titel bzw. Textanfang aufzufinden:
Durch Klicken auf die Menüpunkte Werkgruppen bzw. Besetzungen erhalten Sie einen systematischen Überblick über die Werkgruppen bzw. Besetzungen, die es in Pauline Viardots Werk gibt. Ein Klick auf eine Werkgruppe oder Besetzung führt zu einem Register der Werke, die zu der gewählten Kategorie gehören. Die Zuordnung zu einer Werkgruppe orientiert sich ausschließlich an der Originalfassung, so dass in dieser Kategorie jedes Werk nur einmal gelistet ist. In der Kategorie Besetzungen dagegen kann sich ein Werk unter verschiedenen Besetzungen wiederholt finden, sofern es Bearbeitungen für andere Besetzungen gibt.
Fast alle Vokalwerke Pauline Viardots wurden in eine oder mehrere andere Sprachen übersetzt und haben daher mehrere Titel. Unter den Titel-Übersetzungen wurde kein Einheitssachtitel festgelegt. In beiden systematischen Kategorien, Werkgruppen und Besetzungen, erscheint jedes Werk mit allen bekannten zugehörigen Übersetzungen des Werktitels. Sind in verschiedenen Textzeugen abweichende Titel in einer Sprache überliefert, so wurde der in einem Druck überlieferte Titel, bei ungedruckten Werken der autograph überlieferte Titel als Haupttitel eingesetzt. Alternativtitel finden sich als Querverweis im Register der Werktitel.
Durch Klicken auf die Menüpunkte Werktitel und Texte/Textanfänge erhalten Sie alphabetische Register aller Kompositionen, Bearbeitungen fremder Werke und Editionen Pauline Viardots. In den Werktiteln und Texten ist jeder Titel resp. jeder Text eigens gelistet, so dass die verschiedensprachigen Titel resp. Textanfänge eines Werks zu demselben Datensatz führen (z. B. die beiden Titel Le Dernier Sorcier und Der letzte Zauberer führen zu demselben Werkeintrag VWV 2002).
Durch Klicken auf den Menüpunkt AutorInnen erhalten Sie ein Register aller Autorinnen und Autoren, deren Texte in Pauline Viardots eigenen Werken und Editionen fremder Werke vertont wurden bzw. die zu Viardots Vokalbearbeitungen fremder Werke Texte geschrieben haben. Ein Klick auf einen Namen führt zu dem Werk bzw. zu einer Liste mit allen Werken, die einen Text des/der gewählten Autors/Autorin enthält. Ist ein Textautor/eine Textautorin nicht namentlich bekannt, so wurde versucht, die Textherkunft zu ermitteln bzw. chronologisch oder regional einzugrenzen. So finden Sie z. B. alle Vertonungen mittelfranzösischer Texte durch Klick auf "unbekannt, 15. Jh.", oder alle Canti popolari toscani durch Klick auf "unbekannt, toskanisch".
In allen Registern der systematischen Suche zeigen die Dreiecke in den Spaltenüberschriften an, dass die jeweilige Tabelle mit einem Klick auf die Überschrift aufsteigend umsortiert werden kann, also z. B. alphabetisch nach Titeln resp. Textanfängen (Standard), oder nach den VWV-Nummern.

Freie Suche

In den Menüpunkten Werktitel und Texte/Textanfänge finden Sie zusätzlich zu den Registern auch eine Suchmaske. Im ersten Suchfeld haben Sie die Möglichkeit, ein Werk durch die Eingabe eines Suchwortes aus dem gewünschten Titel respektive Textanfang gezielt aufzufinden. Unabhängig von der aktuellen Ansicht wird im Register der Werktitel immer in allen Titeln gesucht, im Register der Texte/Textanfänge in allen Textanfängen. Die Eingabe eines Stichwortes genügt, Groß- und Kleinschreibung werden nicht unterschieden. Russische Titel und Textanfänge sind sowohl über das russische Original als auch über die Transliteration auffindbar. Sonderzeichen in französischen, spanischen und polnischen Titeln sowie in den Transliterationen russischer Titel und Texte (é, ô, ç, ï etc.) werden durch Eingabe der lateinischen Buchstaben ebenfalls gefunden.
In dem zweiten Suchfeld können Sie nach VWV-Nummern suchen. Die Eingabe einer vierstelligen VWV-Nummer führt zu dem gesuchten Werk und ggf. zu den zugehörigen Übersetzungen des Titels oder Textanfangs. Bei Eingabe einer ein-, zwei- oder dreistelligen Nummer funktioniert diese Suche nach dem Prinzip "beginnt mit": In diesem Fall werden alle Datensätze angezeigt, deren VWV-Nummer mit der gesuchten Ziffernfolge beginnt. Auf diese Weise können auch hier bestimmte Werkgruppen angezeigt werden. Zum Beispiel: Die Eingabe "3" führt zu allen Datensätzen im 3000er Bereich, also alle Werke der Instrumentalgattungen, die Eingabe "61" ergibt die Datensätze im 6100er Bereich, also alle in den 50 Mélodies de Franz Schubert edierten Lieder.
Sowohl die Stichwortsuche als auch die Suche nach VWV-Nummern werden gestartet durch Klick auf die Schaltfläche "suchen" ganz rechts oder durch Betätigen der Entertaste Ihres Computers. Die Suchergebnisse der Stichwortsuche sind alphabetisch nach Titeln bzw. Textanfängen geordnet; bei der Suche nach VWV-Nummern ist das Suchergebnis numerisch aufsteigend sortiert.

Werke ohne Titel, Alternativtitel, Teile von Werken, Querverweise

Für einige ungedruckte Kompositionen ist in den Textzeugen kein Titel überliefert; in diesen Fällen wurde der Textanfang (oder bei Instrumentalwerken die Tempoangabe) als Titel eingesetzt und mit einem * als erschlossener Titel gekennzeichnet. Als Titel eingesetzte Textincipits finden sich sowohl im Register der Texte/Textanfänge als auch in Werktitel. In der Literatur und in Bibliothekskatalogen werden manchmal auch dann Textanfänge wie Titel behandelt, wenn es einen autorisierten Titel gibt. Solche Textanfänge erscheinen nur im Register Texte/Textanfänge, nicht im Register Werktitel. Wenn Sie eine Komposition nicht im Register Werktitel finden, sollten Sie sie daher auch im Register Texte/Textanfänge suchen.
Einige Titel bzw. Textanfänge ohne VWV-Nummer führen nicht zu vollständigen Werkeinträgen, sondern zu Querverweisen. In diesen Fällen handelt es sich entweder um alternative Titel, wenn die Textzeugen verschiedene Titel überliefern, oder es handelt sich um einzelne Stücke aus größeren Werken, die in Einzelmanuskripten oder Einzeldrucken überliefert sind (so z. B. Chanson de la pluie aus Le Dernier Sorcier VWV 2002). In diesen Querverweisen finden Sie sowohl Links zu den jeweiligen Einzel-Textzeugen als auch einen Hinweis auf den Titel, unter dem Sie den entsprechenden Werkeintrag finden können.

Aufbau eines Werkeintrags

Informationen zu den einzelnen Werken erreichen Sie über den Klick auf den entsprechenden Werktitel oder Textanfang. Die Werkeinträge beinhalten Angaben zu Werkgruppe, VWV-Nummer, allen bekannten Titeln und Untertiteln sowie zu WidmungsträgerInnen (mit Quellenangabe). Es folgt eine Übersicht über die bekannten musikalischen Fassungen, definiert durch die Besetzung, oder, bei Liedern mit Fassungen für hohe und tiefe Stimme, durch unterschiedliche Tonarten. Falls es sich um eine Bearbeitung von fremder Hand handelt, wird dies unter "BearbeiterIn" mitgeteilt. Soweit möglich, wird zu jeder Fassung eine chronologische Einordnung angegeben, die im Kommentar begründet ist. Bei allen Bearbeitungen und Editionen fremder Werke werden der / die KomponistIn des Originalwerks sowie Pauline Viardot als Bearbeiterin bzw. Herausgeberin genannt. Zu allen Vokal- und szenischen Werken folgen Angaben zum vertonten Text mit Textincipit oder Libretto und den bekannten Übersetzungen. Im Kommentar finden sich ggf. Begründungen und Nachweise der chronologischen Einordnung, sonstige Informationen zum Werk sowie Hinweise auf weiterführende Literatur. In den Werkeinträgen für Bearbeitungen, Editionen und Kadenzen zu fremden Werken schließt sich unterhalb des Kommentars eine kurze Information zur Originalkomposition an.
Querverweise sind unterschiedlich aufgebaut, sie enthalten zumindest den Verweis auf den / die Titel und die VWV-Nummer, unter denen das gesuchte Werk im VWV zu finden ist. Stehen die Querverweise für Einzelstücke aus größeren Werken (z. B. Chanson de la pluie aus Le Dernier Sorcier / Der letzte Zauberer VWV 2002), so sind direkt im Querverweis auch Links zu den Textzeugen vorhanden, die das entsprechende Einzelstück als solches überliefern.

Informationen zu den Textzeugen

Die Angaben zu Pauline Viardots Werken wurden soweit möglich nur den Textzeugen selbst entnommen oder aufgrund der wissenschaftlichen Auswertung der Textzeugen und / oder anderer Quellen wie Briefen und Presserezensionen erschlossen. Diese Angaben werden nachvollziehbar durch ausführliche Beschreibungen der zu einem Werk bekannten handschriftlichen und gedruckten Textzeugen inklusive Angaben zur Datierung und bibliographischen Nachweisen. Die Angaben zu den Textzeugen geben bei Vokalwerken auch Aufschluss darüber, in welcher/n Sprache/n die Komposition in dem betreffenden Textzeugen überliefert ist. Sollte in der Überlieferung eine bestimmte Textfassung durchgängig an eine bestimmte musikalische Fassung / Besetzung gebunden sein, so wird darauf im Werkeintrag im Kommentar ausdrücklich hingewiesen. Die Informationen zu den Textzeugen sind zugänglich über die Links, die jeweils in den Werkeinträgen neben den zugehörigen Werkfassungen zu finden sind.
Für jeden Textzeugen ist der Fundort bzw. sind bei Drucken ggf. mehrere Fundorte angegeben, so dass man sich bei Bedarf Handschriften und Drucke selbst beschaffen kann. Bei Drucken erhebt die Aufzählung der Fundorte keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hinweise auf Fundorte insbesondere bei noch nicht vorliegenden Drucken sind willkommen.
Bibliotheken und Archive werden als RISM-Sigle (  RISM) angegeben; eine Aufschlüsselung der Siglen und Links zu den Internetseiten der Fundorte finden Sie im Sucheinstieg Quellen unter Fundorte.
Sofern Sekundärquellen und Sekundärliteratur benutzt wurden, werden sie im Werkeintrag im Kommentar vollständig ausgewiesen. Mit Kürzeln zitierte Literatur wird im Menüpunkt Literatur im Sucheinstieg Quellen vollständig angegeben.

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Gedruckte Liedsammlungen

Die meisten Lieder Pauline Viardots sind in Liedsammlungen im Druck erschienen, oft in mehreren Sammlungen. Die in den Informationen zu den Textzeugen aufgeführten Drucke sind daher unter 'Bezeichnung' nicht nur nach ihrem Herkunftsland, sondern stets auch nach Sammlung oder Einzeldruck unterschieden. Handelt es sich um eine Sammlung, so erscheint rechts neben der Bezeichnung der Link "zeige Einzeltitel". Dieser führt zu einer detaillierten Aufstellung der in der betreffenden Sammlung enthaltenen Einzeltitel inklusive Angaben zu Umfang und originalen Einzelpreisen, Plattennummern sowie Fundorten und Signaturen. Enthält eine Sammlung Fassungen sowohl für hohe als auch für tiefe Stimme, so sind hier auch die entsprechenden Zweitfassungen und die jeweiligen Tonarten mit aufgeführt.

Textnachweise

Die Links neben den Textfassungen führen bei den Bühnenwerken zu den Textzeugen der Libretti, die in der Regel in enger Zusammenarbeit mit Pauline Viardot entstanden sind oder von ihr selbst verfasst wurden. Bei allen Liedgattungen, die in der Regel Vertonungen unabhängig entstandener Lyrik darstellen, werden an dieser Stelle Nachweise für die Liedtexte angegeben. Dies sind entweder zeitgenössische oder aber wissenschaftliche Werkausgaben, die nicht nur den quellenkritisch gesicherten Text, sondern auch Angaben zur Datierung und Erstveröffentlichung enthalten. Es handelt sich nicht um Hinweise auf Pauline Viardots Textvorlagen, denn hierzu gibt es in der Regel keinerlei Hinweise in den Textzeugen oder in Sekundärquellen. Lediglich in der Gruppe der Chansons du XVe siècle gibt es in einigen Textzeugen einen Hinweis auf die Ausgabe Chansons du XVe siècle publiées d'après le manuscrit de la Bibliothèque Nationale de Paris par Gaston Paris. Et accompagnées de la musique transcrite en notation moderne par Auguste Gevaert, Paris 1875.
Diese Textnachweise gibt es nur für die Originalfassungen der Liedtexte von Pauline Viardots eigenen Liedkompositionen. Die Übersetzungen der Liedtexte werden nicht gesondert nachgewiesen, da diese in der Regel nur mit Pauline Viardots Vertonungen überliefert sind. Die Nachweise entfallen außerdem in den Werkgruppen Editionen, da Pauline Viardot hier die Texte aus den Vorlagen der von ihr edierten Kompositionen übernommen haben dürfte, sowie in den Bearbeitungen fremder Kompositionen, da diese Texte in der Regel eigens für Viardots Bearbeitungen geschrieben wurden und nur mit diesen überliefert sind (Ausnahme: die Canzonetta de Concert VWV 4014, für die Pauline Viardot auf einen Text von Metastasio zurückgriff; siehe dort). Welche Textzeugen welche Fassung(en) des jeweiligen Liedtextes enthalten, geht aus den Informationen zu den Textzeugen (s. o.) hervor.

Aufbau der Register

Bitte beachten Sie, dass die gelisteten Werke nur in der Übersicht Werkgruppen nach eigenen Kompositionen, Bearbeitungen und Editionen unterschieden werden; in den Registern der Werktitel bzw. Texte/Textanfänge ist die Ordnung rein alphabetisch. Ebenso unterscheiden die Register Besetzungen und AutorInnen nicht nach eigenen Kompositionen, Bearbeitungen oder Editionen. Die Werkgruppe Editionen ist zur besseren Übersicht zusätzlich nach den Titeln der drei großen Editionen gegliedert, die Pauline Viardot herausgegeben hat: Échos d'Italie, École classique du chant und 50 Mélodies de Schubert. Auf diese Weise erhalten Sie unmittelbar eine Übersicht, welche Ausgabe welche Werke enthält.
Alle tabellarischen Register sind streng alphabetisch sortiert nach dem ersten Wort (auch Artikel und Pronomen). Die russischen Titel und Textanfänge sind am Ende der Tabelle nach russischem Alphabet sortiert. Mit Hilfe der Alphabetleiste oben auf der Seite können Sie die Suchergebnisse nach dem Anfangsbuchstaben filtern oder alle russischen Titel bzw. Texte auswählen sowie zu allen Titeln zurückkehren. Mit Hilfe der Schaltflächen erster Datensatz, zurück, vor, letzter Datensatz können Sie sich sowohl innerhalb des gesamten Registers als auch in dem gewählten Filterergebnis bewegen.

Notenincipits

Da Notenincipits im Rahmen des VWV nicht realisiert werden konnten, sei hier auf das von Nicholas G. Žekulin erstellte Incipit-Verzeichnis hingewiesen, das im Viardot-Werkkatalog des Slavisten und Turgenev-Forschers Patrick Waddington enthalten ist. Siehe Patrick Waddington: The musical works of Pauline Viardot-Garcia (1821-1910). A chronological catalogue, Second online edition, Heretaunga (New Zealand), Calgary (Canada) 42013. Die Auflage 2013 ist online frei zugänglich unter http://dspace.ucalgary.ca/handle/1880/49849.

Dank

Das VWV entstand im Rahmen des DFG-Projekts "Orte und Wege europäischer Kulturvermittlung durch Musik. Die Sängerin und Komponistin Pauline Viardot" an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT).
Das Projekt und damit alle Arbeiten am VWV sowie die Beschaffung der notwendigen Quellen wurden von 2007 bis 2011 finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Für weitere Fördergelder im Jahr 2012 danke ich der Mariann Steegmann Foundation und der Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (KoGl). Die Anschaffung von Reproduktionen aus der Bonynge-Sutherland Collection (Houghton Library Harvard) im Jahr 2013 wurde durch die Förderung der Mariann Steegmann Foundation und des Kulturfonds der VG-Musikedition ermöglicht.
Ich danke allen MitarbeiterInnen des DFG-Projekts für den lebendigen Arbeitszusammenhang und den fruchtbaren Austausch über Pauline Viardot. Prof. Dr. Beatrix Borchard, Projektidee und -leitung, danke ich für den Freiraum, den Umstieg von der ursprünglich anvisierten Printversion auf die Online-Datenbank nicht nur in Erwägung zu ziehen, sondern auch umzusetzen. Silke Wenzel, M. A. danke ich für erhellendes Hinterfragen, für zahllose wertvolle Gedanken und Hinweise. Für tatkräftige Unterstützung bei den Recherchen und für die Hilfe mit der sprachlichen Vielfalt der Unternehmung danke ich Anastasia Mattern, M. A. und Verena Mogl, M. A. (Beschaffung von Quellen aus russischen Bibliotheken, Recherchen und Datenerfassung zu den russischen Liedern, deren Texten und Textzeugen), Johann Layer (Recherchen zu Originalwerken in der École classique und 50 Mélodies de Schubert) und Lucie Faggiani (Korrekturlese in allen Sprachen...).
Nicht genug danken kann ich Melanie Schütte, Diplom-Informatikerin (Frauen Computer Zentrum Bremen), für die Konzeption und Realisierung der Datenbank und des Online-Auftritts, für die wunderbare Zusammenarbeit, für ihre Bereitschaft, sich auf die verschlungenen Erfordernisse des VWV einzulassen und für ihre kommunikativen Fähigkeiten, die das Erlernen der Datenbank-Software leicht und die Verständigung von Musikwissenschaft und Informatik zu einer spannenden Bereicherung gemacht haben.
Mein besonderer Dank gilt Dr. Annette Steinsiek und Dr. Ursula Schneider, Forschungsinstitut Brenner-Archiv (Universität Innsbruck), für vielfältigen, persönlichen und kollegialen Rat.
An dieser Stelle sei auch allen MitarbeiterInnen der Bibliotheken und Archive ebenso wie den Privatpersonen gedankt, die Quellenmaterial zur Verfügung gestellt haben. Eine Übersicht über die Fundorte sowie eine Beschreibung der wichtigsten größeren Bestände finden sich in der Datenbank im Sucheinstieg Quellen.

 Pauline Viardot als Komponistin


Christin Heitmann: Pauline Viardot. Systematisch-bibliographisches Werkverzeichnis (VWV), Hochschule für Musik und Theater Hamburg, seit 2012, Online-Datenbank http://www.pauline-viardot.de/Werkverzeichnis.htm (Abrufdatum).


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